Fundsachen

Beitrag von Olaf Bargheer Ein Apple-DVI-Adapter ist das simpelste Tool, um einen Künstler glücklich zu machen. Sollte man bei einem Festival immer in der Tasche haben, neben einer Packung Kabelbinder und einer Rolle Gaffatape. Eine Digitalspiegelreflex ist die simpelste aber auch undankbarste Grundausstattung eines Bloggers. Hat man immer über der Schulter hängen bei einem Festival. Wird von Presseassistentinnen, studentischen Hilfskräften und Künstlern aber auch gern ausgeliehen um rasch eine Bildstrecke einer Performance oder Paneldiskussionsrunde zu schießen. Die Kamera wird später mit voller Speicherkarte, leerem Akku oder auch überhaupt nicht zurückgegeben. Nebenbei bemerkt: Ein Festivaleingangscontainer ist nicht der geeignete Ort, eine Kamera vermeintlich sicher zu deponieren. Weiter >>

Tauschgeschäft unter Ungleichen

Beitrag von Ele Jansen Seit Richard Floridas Idee, dass eine vibrierende “Creative Class“ maßgeblich zur Attraktivität eines Wirtschaftsraumes beiträgt, verweisen Stadtmarketer mit Vorliebe auf “ihre Kreativen“. Dabei wird oft vergessen, dass eine ausgeprägte Kreativszene gefüttert wird durch eine aktive Off-Szene mit jungen Künstlern, die neben dem Mainstream denken und mit Alternativen um die Ecke kommen, die von der konsumierenden Masse begierig aufgenommen werden. Hamburg ist so eine Stadt, die eben diesen Glanz, etwas Schmuddel, viel Underbelly und Szene zu bieten hat. Weiter >>

Kriechstrom

Beitrag von Olaf Bargheer Man muss es offen aussprechen: Am ersten Wochenende sind wir abgesoffen. Der Baltic Raw Verschalungsbau ist ein zimmermannstechnischer und ästhetischer Genuss, aber eine improvisiert verspannte Bauplane bewahrte ihn nicht vor den üppigen spätsommerlichen Regenschauern des Samstagabends. Es troff zu allen Seiten des Atriums herein. Was der Stimmung im Bau zunächst keinen Abbruch tat; wir bekämpften den Bindfadenregen mit eigens erfundener heisser Caipirinha und feinsten elektronischen Klägen von Tobias Schmid’s und Niko Tzoukmatis’ audision DJ Set. Bis selbst die robuste Totec-Anlage vor der immensen Feuchtigkeit kapitulierte. Irgendwo Kriechstrom, Audiokabel in Wasserlachen, Knacken in den Lautsprechern, Hauptschalter raus. Weiter >>

Widersprüche unerwünscht

Beitrag von Ele Jansen Lebten wir in konfuzianischer Tradition und nicht in der rationalistischer abendländischer Philosophen, wäre der Disput um das Hamburger subvision Festival wahrscheinlich gar nicht erst aufgekommen. Die Kritik, Off-Kunst in der Hafen City feiern zu wollen und es damit ins kommerzielle “On“ zu hieven, belegt die Paradoxie, die laut Konfuzius jedem Ding inne wohnt. Nur suchen wir - allesamt kleine Descartes, Leibniz und Kants - die rationale Geschlossenheit in jedem Konzept. Finden wir diese nicht, fühlen wir uns unwohl und reagieren allzu häufig mit Kritik auf die logische Dissonanz. Widersprüche unerwünscht. Weiter >>

Konzept subvision

Beitrag von Brigitte Kölle für den Kurzführer des Festivals. Bei den letzten Skulpturen-Projekten in Münster (2007) war eine unscheinbare, doch ungeheuer eindrückliche Arbeit des polnischen Künstlers Pawel Althamer zu erleben. Sie bestand aus einem kleinen Trampelpfad in einem Getreidefeld, der in der Nähe des Aasees aus der Stadt herausführte und nach ein paar hundert Metern unvermittelt abbrach: Ein schönes Bild dafür, die angelegten Wege zu verlassen, querfeldein zu laufen und andere Pfade zu schaffen, bei denen Strukturen und Möglichkeiten neu verhandelt werden können und müssen.

Weiter >>

Eine Architektur mit hohem Maß an freier Improvisation für die Künstlerinitiativen

Simon Putz, Prof. Michael Staffa und eine Reihe weiterer Architekten der Architekturwerstatt Hamburg e.V. standen vor der Herausforderung, eine Ausstellungsarchitektur für ein ca. 10.000 qm großes Festivalgelände zu entwerfen - mit einem Etat, den sie normalerweise für ein halbes Einfamilienhaus ansetzen würden. Weiter >>

Führungen beim subvision Festival

Das Team Kunstvermittlung finden Festivalbesucher am Info-Container nahe der Strandkai-Plaza. Fünf Mitglieder des team*partake bieten vom 27.08. bis 06.09.2009 täglich Einzel- und Gruppenführungen zu festen Zeiten, um 15 & 18 Uhr, an. Weiter >>

New Media vs. High Art

Beitrag von Olaf Bargheer für den Kurzführer des Festivals Für einen Kommunikationsstrategen gibt es wenig undankbarere Aufgaben als die Öffentlichkeitsarbeit für ein Festival, das zum ersten Mal stattfindet. Man kann nirgends anknüpfen. Weder an bestehende Strukturen, noch an ein irgendwie geartetes Vorwissen der Menschen, die ich erreichen und für die Sache interessieren will. Weiter >>

Gestaltungskonzept

Beitrag von Prof. Ingo Offermanns für den Kurzführer des Festivals “Gestaltungskonzepte” oder “Kommunikationsstrategien” suggerieren Überblick und Kontrolle. Diesen Begriffen haftet aber auch immer der Beigeschmack des Zwanghaften und Konventionellen an. Weiter >>

Online Redaktion

Am Mittag des Eröffnungstages fand sich eine fünfköpfige Online-Redaktion im subvision Pressecontainer ein: Olaf Bargheer fährt seit anderthalb Jahren die Kommunikationsstrategie für subvision. Wer seine Texte für das DARE Magazin kennt, weiss aber um seine redaktionelle Unbestechlichkeit. Damit die Grenzen zwischen PR und Journalismus dennoch nicht verschwimmen, widmet Olaf sich bei subvision vornehmlich den “weichen Themen”: kleine Geschichten und Gossip aus dem organisatorischen Umfeld des Festivalbetriebes. Ele Jansen ist Projektmanagerin und online-Redakteurin aus Leipzig und lebt die verschiedenen Cluster der Creative Industries. Wir sind froh über ihren Blick von außen, der die kunstspezifischen Inhalte ihrer Reports in größere Zusammenhänge zu setzen verspricht. Jennifer Smailes, Christina Ruppert und Sabrina Schmid sind als Crewmitglieder drei Wochen lang durchgehend am Strandkai vor Ort. Diskussionsrunden, Panels und Präsentationen von Künstlerinitiativen ohne die Anwesenheit von einer der dreien sind daher nicht zu erwarten. Eine zwar unvollständige aber aussagekräftige Berichterstattung über unsere zwölftägige Akademie sollte durch den präzisen Blick der drei gewährleistet sein. Weiter >>

Archiv

  • 2009
  • 2008
  • Suche: